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Zusammenlegung der Gemeinden

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Dabeigewesen Aktuell

Gesamtgemeinde


Ab 1. Januar 2007 werden nun die beiden Kirchengemeinden Volmerdingsen und Wittekindshof  den Namen
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
Volmerdingsen-Wittekindshof
tragen.

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Dazugewinnen

Ab 1. Januar 2007 werden nun die beiden Kirchengemeinden Volmerdingsen und Wittekindshof  den Namen Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Volmerdingsen-Wittekindshof tragen. Wenn auf der Gemeindeversammlung am 18. Oktober 2006 bei uns von den Verhandlungen gesagt wurde, dass sie in großer Harmonie geführt wurden, dann hängt das damit zusammen, dass wir uns von Anfang an bewusst waren, nicht das Beste für die Teilgemeinde herauszuholen, sondern für alle das Beste. Keine Gemeinde darf das Gefühl haben: Wir sind übernommen worden.

 Zusammenarbeit

Wir waren uns einig, dass wir nichts aufgeben wollen, sondern dazugewinnen werden. Diese Vereinigung gibt den zukunftsweisenden Rahmen, dass die Seelsorge an unseren Gemeindegliedern in Predigt, Diakonie und Seelsorge ungeschmälert geschehen kann. Natürlich hatten wir Ängste. Aber Jesus Christus ist der Herr, der uns aus den Gegebenheiten das Beste für uns machen kann. Dieser Gesichtspunkt befreit. Wir sind noch lange nicht am Ende. Im Gegenteil: Wir stehen am Anfang einer Zusammenarbeit, die nur äußerlich durch eine Satzung, einen Namen, ein Siegel, einen Haushaltsplan gegeben ist.

Liebe zu den Menschen

Dankbar haben wir die Zusage vernommen, dass eine weitere/ ein weiterer Theologin/Theologe dem Wittekindshof zur Verfügung stehen wird.

Damit ist eine gute Basis für die Zukunft gegeben.

Heute spricht man von Wertschätzung, in unserer Sprache heißt das ganz einfach Liebe. Aus Liebe zu den Menschen mit Behinderungen, die ein trauriges Dasein in der Gesellschaft führten, hatte ja der Pastor von Volmerdingsen, Hermann Krekeler, 1887 den Wittekindshof gegründet. Schon bald war deutlich, dass die Verkündigung im Gottesdienst in Volmerdingsen nichts für die behinderten Menschenwar. So war man bemüht, sehr schnell eine eigene Gottesdienststätte in den neuen Häusern des Wittekindshofes einzurichten – Volmerdingsen hatte die Kanzel aus dem 1878 abgerissenen Kirchenschiff zur Verfügung gestellt –, bis dann der Bau der Erlöserkirche 1904 einen Höhepunkt und ein Ende des Provisoriums war. Aus Liebe zu den behinderten Menschen waren Bibelstunden in den Häusern eingerichtet worden, wo biblische Geschichten erzählt und gesungen wurden. Ohne die Unterstützung der Gemeinde Volmerdingsen mit Naturalien war das leibliche Werk und geistliche Werk Wittkindshof nicht möglich gewesen. Wie selbstverständlich spielte der Posaunenchor von Volmerdingsen im Anfang auch bei den gottesdienstlichen Veranstaltungen mit.

Dabeigewesen Aktuell

Wir hatten Mühe zu unterscheiden, was Stiftung und was Kirchengemeinde Wittekindshof ist. Die Stiftung stellt der Kirchengemeinde die Räumlichkeiten für ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung. Wir zahlen für den Küster und einen Anteil von neun Stunden der Einrichtung für die Kirchenmusikerin, Frau Stern. Ein weiteres Problem bestand darin, wie die Stiftung in die Kirchengemeinde eingebunden werden könnte. Der Vorstand ist Vorsitzender und Presbyterium in eins.

Die Gemeindevertretung hat nur beratende Funktion. Ein Sitz im Presbyterium ist verfassungsmäßig nicht möglich. Wir haben folgende Lösung gefunden: Ein gemeinsamer Fachausschuss soll die Belange des Wittekindshofes vertreten; regelmäßige Dienstgespräche zwischen theologischem Vorstand und Presbyteriumsvorsitzenden sollen evtl. Spannungen im Vieraugengespräch abbau- en. Im zukünftigen Presbyterium wird der theologische Vorstand dann mit Sitz- und Rederecht, aber nicht mit Stimmrecht vertreten sein.

Selbstverständlich galt das Wort Jesu an seine Jünger auch hier: Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker. Dazu zählt die Missionierung der Menschen mit Behinderungen sowie der eigenen Gemeindeglieder. Darum wird es nun auch verstärkt in der Zukunft gehen, dass wir uns bewusst sind, alles daran zu setzen, in Volmerdingsen und Wittekindshof Menschen vor Jesus Christus zu bringen, dass sie durch ihn zum Glauben kommen oder in ihm gefestigt werden. Natürlich auf die je eigene Weise. Die SS-Zeit (satt und sauber) soll doch längst vorbei sein. Das geht aber nur, wenn die Liebe Christi uns einander mit anderen Augen, Augen der Liebe, sehen lässt. Diese Liebe soll uns führen und leiten. Darum gilt: Mit Jesus Christus mutig voran!

Darum gilt die Paul-Gerhardt-Strophe: „Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.“

Dieser Herr wird uns auch die nötige Phantasie schenken, wie wir auf dem Weg fröhlich vereint gehen können. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Zusammenarbeit. Auch das Leitungsgremium, das uns leiten wird, bis ein neues Presbyterium gewählt wird, ist mir kein unbekanntes. Welche Möglichkeiten! Darum brauchen wir vor dem Neuen  keine Angst zu haben, denn mit Christus wird es uns gelingen. Mögen wir an ihm bleiben, wie der Weinstock an den Reben, denn ohne ihn können wir nichts tun.

Euer Pastor Spehr

 

(c) 2005-2006

Ev. Kirchengemeinde Volmerdingsen

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